Kurzmitteilung

FLUSS
Jenny Beyer

PREMIERE 29/11/2017 Ι Kampnagel Hamburg I Weitere Vorstellungen: 30/11 – 3/12
OFFENE STUDIOS: 16. 20. und 27/10/2017 Probebühne 6c I Kampnagel Hamburg

JENNY BEYER – FLUSS

FLUSS schafft einen choreografischen Parcours, der den Rahmen von Aufführungszeit und -raum verschiebt: Wo beginnt die Vorstellung und welche Erwartungen schürt ein zu betretender Bühnenraum? Vier TänzerInnen begleiten das Publikum auf ihrem Weg zur Bühne. Die verfrühte Begegnung verschiebt den Aufführungsanfang und holt das choreografische Material in einen Raum, der für gewöhnlich den Publikumswegen dient: Straße, Vorplatz, Foyer. Durch die räumliche und zeitliche Vorverlagerung der Aufführung entsteht eine Choreografie, durch die sich das Publikum zwangsläufig bewegt und die – jenseits ihres Angesehen-Werdens – als teilbare Bewegungspraxis erfahren wird.

FLUSS ist der dritte Teil und das Finale der Trilogie der Zuschauer*innenschaft. Seit 2014 behandelt Jenny Beyer Choreografie als Zuschauer*innen-immanentes Ereignis und fokussiert ihre Arbeit auf das Verhältnis von Publikum und Tänzer*innen. In OFFENEN STUDIOS, auch ab Oktober 2017 wieder in Hamburg, kommt ihr Publikum schon bei den Proben zusammen und trägt mit seinem Feedback zur Entwicklung der Stücke bei. FLUSS leitet seine Thematik aus jener Zuschauer*innenarbeit ab und geht einen Schritt weiter: Es macht die Aufführung selbst zum empirischen Moment und nimmt das nur bedingt steuerbare Ereignis der Zusammenkunft zum Anlass, um das selbstermächtigende Potential von Bewegung zu untersuchen.

Konzept/Künstlerische Leitung: Jenny Beyer | Tanz/Choreographie: Jenny Beyer, Chris Leuenberger, Matthew Rogers, Nina Wollny | Musik: Jetzmann Dramaturgie:  Igor Dobricic, Anne Kersting | Kostüm: Gloria Brillowska | Licht:  Henning Eggers | Produktion/Presse: Stückliesel
FLUSS ist eine Produktion von Jenny Beyer, co-produziert von Kampnagel Hamburg, gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg, Hamburgische Kulturstiftung und den Fonds Darstellende Künste, unterstützt durch Residenzen im O Espaço do Tempo/Montemor o Novo Portugal und dem Tanzhaus Zürich.

Kurzmitteilung

 «VLKSVRNCHTNG – DIE VERWIRRTUALISIERUNG EINES MIETSHAUSES (UND SEINER LIEBEN MITMENSCHEN)»  NACH WERNER SCHWAB
Matthias Mühlschlegel, Jannis Klasing

PREMIERE 27/09/2017 I Halle III Oberhafenquartier Hamburg

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(c) Johannes Treß

«VLKSVRNCHTNG – DIE VERWIRRTUALISIERUNG EINES MIETSHAUSES (UND SEINER LIEBEN MITMENSCHEN)»  NACH WERNER SCHWAB versetzt die liebenswert brutalen Charaktere einer Grazer Mietshausgemeinschaft aus Werner Schwabs legendärem Theaterstück „Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos“ in den märchenhaft-ambivalenten Raum einer Zukunftsgesellschaft.

In ihrer Inszenierung laden Matthias Mühlschlegel, Jannis Klasing und Greta Granderath mit einem vielfältigen Team aus Bildenden und Darstellenden Künstler*innen und Musiker*innen auf eine Welt ein, in der die Virtualisierung und Maschinisierung als Fortsetzung einer Entwicklung erscheint, die bereits im strukturellen Wesen unserer Sprache und den daraus hervorgegangenen Denkmustern, Weltanschauungen und Menschenbildern begründet ist. Die Handlung zeigt drei Parteien eines Mietshauses, deren konfliktgeladene Ich- und Lebens-“Programme“ in ihren Wohneinheiten zu virtuell und organisch wuchernden, hyperrealen Welten ausufern. Die durch lebensgroße Puppenkörper-Avatare visuell stark überzeichneten Charaktere führen ihre Leben vor sich selbst und im Kampf mit den anderen aus und sind doch dabei ständig mit der Gewalt eines Textes konfrontiert, der in die Körper hinter dem Programm hineingreift, der seine Menschen gnadenlos zerlegt, bis von ihren kommunikativen Performance-Skills nichts mehr übrig bleibt.

Pressefoto VLKSVRNCHTNGohneSchrift
(c) Anja Winterhalter

Im Anschluss an die Aufführungen am 29.09. – 01.10.2017 finden Publikumgsgespräche unter der Überschrift „Rechtsextremismus, Humanismus und Transhumanismus und die Ideologiekämpfe um das Menschenbild von morgen“ statt.

TICKETS: karten@vlksvrnchtng.de
PREIS: 12 € (normal) / 8 € (ermäßigt) 

IDEE UND KONZEPT: JANNIS KLASING, MATTHIAS MÜHLSCHLEGEL // REGIE: MATTHIAS MÜHLSCHLEGEL // DRAMATURGIE: GRETA GRANDERATH, JANNIS KLASING // DARSTELLER*INNEN: WIEBKE WACKERMANN, TOBIAS SCHÜLKE, KATRIN BETHKE, MORITZ GRABBE, ALINA WEBER, ANDREAS NACHTMANN, SUSANNE STANGL // BÜHNENBILD UND AUSSTATTUNG: LUISE ZENDER // KOSTÜMBILD: ADA OEHRLEIN // PUPPENBAU: NATHALIE WENDT // LICHT- UND VIDEODESIGN: HOTAIRPRODUCTION // SOUND & MUSIK: ANDREAS MÜHLSCHLEGEL // KOSTÜM- & BÜHNENBILDASSISTENZ: CYNTHIA WIJONO // ASSISTENZ: JONAS WOLTEMATE // COACH FÜR PUPPENSPIEL: TOBIAS SCHÜLKE // WEBSITE-DESIGN & BLOG: TORBEN SPIEKER // DOKUMENTATION: JUK // PRODUKTION UND PRESSE: STÜCKLIESEL

VLKSVRNCHTNG ist eine Veranstaltung von Matthias Mühlschlegel. 

Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg, die Hamburgische Kulturstiftung und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg. Mit freundlicher Unterstützung durch Huckepack Umzugsservice, Reinecke’s Getränkeladen/Hofgarten Getränke, Gloria Brandschutz.

NEXT

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XO’DO-ALLOKAN-NU DAS WORT AM ENDE DES HÖRERS
Live-Hörspiel zwischen Benin und Deutschland über das Geschichtenerzählen als kritische künstlerische Praxis.
Pool Hamburg & Katoulati Benin
PREMIERE 11/08/2017 I Internationales Sommerfestival Kampnagel

Seit 2015 arbeitet das Hamburger Künstlerinnenkollektiv Pool an Projekten, die weite Entfernungen und staatliche Grenzen überwinden. Für XO‘DO-ALLÔKAN-NÙ schließen sich Pool für eine auditive Performance mit Katoulati zusammen, einer Gruppe aus Cotonou, Benin, die sich intensiv mit der reichen und lebendigen Praxis des Erzählens in Bénin auseinandersetzt. Geschichtenerzähler*innen in Bénin sind wichtige Protagonist*innen der Kulturszene. Sie überliefern die Märchen und Geschichten, die oft nicht schriftlich festgehalten sind, in einer performativen Praxis vor Zuhörer*innen mündlich, wobei sie diese stetig umschreiben und modernisieren. In einem Call-Shop Setting inszenieren Pool und Katoulati ein Live-Hörspiel mit Sprecher*innen aus beiden Städten, das zugleich in Cotonou und Hamburg stattfindet und an dem das Hamburger Publikum über Telefonhörer in einem Ladenlokal in St. Georg teilnehmen kann. XO‘DOALLÔKAN-NÙ erschafft so, anders als ein klassisches Gastspiel im Theater, über die räumliche Distanz hinweg einen geteilten akustischen Raum, in dem persönliche, politische und kommerzielle Erzählungen zu einem Multilog in drei Sprachen verschmelzen.

Zusatzvorstellung für Kinder: MÄRCHEN FÜR KINDER (50 Min.) für alle ab 7 Jahren am DI 15.08. 17:00, siehe hier.


With: Harmonie Byll Catarya, Mélaine Doukloui, Charrelle Hounvo, Souléman E. Laly, Issiaka Moussa, Marcel Codjo Noubouke, Nina Sophie Schwabe, Annika Scharm, Precious Wiesner, Prisca Estelle Tcheki Goudou alias Sadky Team: Eylien König, Martina Mahlknecht, Lisa Sperling, Doris Margarete Schmidt, Tonakpon Patrice Tonton Joker: Fabrice Adébayo Hounsoun, Florence Schreiber I Room: Yannikc Amoussou, Eylien König, Martina Mahlknecht, Mahoussi Costumes: Sadky Goudou Electrical engineering: Innocent Aniwanou, Rainer Korsen Dramaturgic consultancy: Fabrice Adébayo Hounsoun, Mable Preach Production Advice: stückliesel

Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Kulturbehörde Hamburg, Hamburgische Kulturstiftung.

Die PALETTE

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DIE PALETTE – Performatives Kneipenprojekt
Frei nach Hubert Fichtes gleichnamigem Roman

30/04 – 28/05/2017  I  Gängeviertel Hamburg

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Grafik (c) Ilona Klein

In der Jupi Bar im Hamburger Gängeviertel wird einen Monat lang die legendäre
Gammlerkneipe PALETTE mit Performances, Installationen, Diskussionen, Salon- und Musikabenden wiederbelebt und neuinterpretiert.

Die Hamburger Theatermacherinnen Greta Granderath und Juliana Oliveira veranstalten im Mai ein diverses, interdisziplinäres Kunst- und Kulturprogramm frei nach Hubert Fichtes Kneipen-Roman „Die Palette“ (1968) – ein Mitschnitt und Verschnitt seiner Begegnungen mit den Palettianern Ende der 1950er Jahre. Das performative Kneipenprojekt ersetzt und überschreibt für einen Monat die Jupi Bar im Hamburger Gängeviertel, die seit der Besetzung 2009 kollektiv betrieben wird und 2016 nach der Sanierung wiedereröffnet wurde. Einen Monat lang werden Performance, Lesung, Hörspiel, Installation, Film-, Salon- und Musikabend unter das reguläre Programm der kollektiv betriebenen Jupi Bar gemischt. An den insgesamt neun Veranstaltungstagen im Laufe des Monats sind über zwanzig Künstler*innen aus dem Umfeld des Gängeviertels, aus Hamburg und ganz Deutschland beteiligt.

Idee und Konzept: Greta Granderath Künstlerische Leitung: Greta Granderath & Juliana Oliveira Raum: Lisa Clemen & Felix Jung Grafikdesign und Kostüm: Ilona Klein Musik-/Soundkonzept: Gregory Büttner Produktionsleitung und PR: Stückliesel Technische Leitung: Peer Schwolow Kooperation mit dem Jupi Bar Kollektiv: Andreas Riethmüller Mit künstlerischen Beiträgen u.a. von: Jörg Albrecht & Gerhild Steinbuch, Lois Bartel, Coco Charme & Mercedes Tuccini, chinchi, Olivier Gobelet, Franziska Henschel, Theo Janßen, Legoluft, Matthias Mühlschlegel, Magdalena Schrefel & Zino Wey, Tosta Mixta, Christoph Twickel.

Die Palette ist eine Veranstaltung von Greta Granderath in Koproduktion mit Gängeviertel e.V. In Kooperation mit dem Jupibar Kollektiv und der Probebühne im Gängeviertel e.V. Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg und die Hamburgische Kulturstiftung.

Bare Bodies

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BARE BODIES – BODIES & STATES OF EXCEPTION
Ursina Tossi
PREMIERE 15/03/2017 I Kampnagel Hamburg

Video (c) Johannes Miethke

BARE BODIES stellt den Körper in den virtuellen Raum der Ausnahme. 

Zurückgeworfen auf sein ‘bloßes’, nacktes Leben wird der Körper zum Spielfeld für politische Interessen und Objekt strategischer Affektbildung. Ursina Tossis choreographisches Interesse gilt der prekären Situation des Körpers und seinem widerständigen Potential. In BARE BODIES verarbeitet sie diese zu einer an Science Fiction orientierten und aktivistischen Choreografie. Tanz und philosophische Fragestellungen kommen miteinander in Schwingung und politische Handlungsräume werden choreografisch erfahrbar. (ca. 65 Min.)
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Künstlerische Leitung & Choreographie: Ursina Tossi // Tanz: Lisa Densem, Angela Kecinski, Tümay Kılınçel, Ursina Tossi // Video: Judith Rau // Bühne: Johanna Landt // Sound: Johannes Miethke // Dramaturgie: Elisabeth Leopold // Licht: Ricarda Köneke // Produktion, Presse & Grafik: Stückliesel

Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg. Eine Koproduktion von Ursina Tossi mit Kampnagel Hamburg.

Kurzmitteilung

Wir wünschen Euch ein glückliches + spannendes Jahr 2017 !!!!!!!!

Derweil schreiben wir weiter an ganz unterschiedlichen Konzepten & Förderanträgen, begleiten die Frühjahrsproduktionen – wie: 15.03 Premiere von Bare Bodies I Ursina Tossi auf Kampnagel – und richten uns weiter in unserem neuen Raum – in den Zinnwerken in HH-Wilhemsburg – ein.

Scheut Euch nicht, uns mal spontan zu besuchen ;-))))

Bis bald!

Kurzmitteilung

THINK
Tanzinstallation mit Fernanda Ortiz und Ursina Tossi
PREMIERE 28/09/2016  I Galerie ProjetItIraum, Kohlhöfen 15 – Neustadt Hamburg I TICKETS – 12 €/8 €

THINK ist vorüber! Wir bedanken uns bei allen Besuchern, Passanten und Teilnehmenden aus der Ferne, die mit uns gemeinsam die Bilder des Tanzes und des Sounds erleben konnten! Mehr auf www.think-dance.com

THINK, WHEN WE TALK OF HORSES THAT YOU SEE THEM* ist ein choreografischer Prozess. An fünf aufeinanderfolgenden Abenden füllen Fernanda Ortiz und Ursina Tossi die Räumlichkeiten der Galerie ProjektItIraum in der Hamburger Neustadt unweit des Gängeviertels mit choreografischen Elementen. Sie zeichnen die Spuren des Tanzes mit ihren Körpern in den Raum. Eine Musikerin transformiert diese in eine Soundcollage. Am Ende bleiben die Bilder: ein visuelles und auditives Archiv von zeitgenössischem Tanz. Tagsüber ist THINK als Installation geöffnet. Der choreografische Prozess geht in Abwesenheit der Künstlerinnen weiter. Besucher werden Teil der sich täglich weiterentwickelnden Choreografie.

*W. Shakespeare: Henry V, Akt 1, Szene 1 – Grafik (c) Erik Tuckow/Sichtagitation